Beim Aufbau meines E82 K24 Projekts folge ich einem klaren Ziel: Maximale Kontrolle und eine perfekte Gewichtsverteilung. Ein zentraler Baustein dafür ist die Sitzposition. Um den Fahrersitz für eine optimale Balance so weit wie möglich nach hinten zu versetzen, ist der Umbau auf eine stehende Pedalerie ohne Bremskraftverstärker unumgänglich. Dieser Eingriff in die Bremsmechanik erfordert auch eine gezielte Anpassung der Elektronik. Ich werde ein Rennsport-ABS verbauen, das die Performance maximiert: Die Wahl fiel auf das MK60(R) Standalone ABS.
Hinter der Bezeichnung MK60 verbirgt sich Hardware des deutschen Automobilzulieferers ATE Continental. Ursprünglich für die Serie entwickelt, hat sich dieser spezifische ABS-Block (insbesondere die Hardware-Versionen 0813.3 und 0817.3) zum Goldstandard im Motorsport entwickelt. Warum? Weil Continental hier eine Hardware geschaffen hat, die extrem kompakt, leicht und dennoch robust genug für die harten Belastungen auf der Rennstrecke ist. Während moderne Systeme oft tief in die Bordelektronik (ESP, Lenkwinkelsensoren, etc.) integriert sind, lässt sich die MK60-Generation von ATE hervorragend entkoppeln. Das macht sie zur perfekten Basis für eine Standalone-Lösung, die die Zuverlässigkeit eines Großserienprodukts mit der Präzision eines Rennsport-Steuergeräts vereint.
Wichtig zu wissen: Die Bezeichnung MK60(R) ist ein spezifisches Branding von MK Rennsporttechnik und bezieht sich auf die Hardware-Revisionen 0813.3 oder 0817.3. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Blöcken sind diese Einheiten für den Betrieb mit externen Bremsdrucksensoren ausgelegt. Nur so lassen sich die getrennten Kreise eines Waagebalken-Systems sauber erfassen und elektronisch verarbeiten.
In der Welt des Motorsports ist das MK60(R) der absolute Preis-Leistungs-Champion. Während professionelle Systeme wie das Bosch Motorsport ABS preislich in einer anderen Liga spielen, bietet das MK60(R) – richtig konfiguriert – eine Performance, die verdammt nah an diesen Standard herankommt.
Dank der herausragenden Beratung durch MK Rennsporttechnik konnte ich ein System zusammenstellen, das exakt auf die Anforderungen meines E82 zugeschnitten ist. Ein grosses Dankeschön an Mario von MK Rennsporttechnik für seine Geduld und Fachexpertise!
Da ich künftig eine stehende Pedalerie ohne Bremskraftverstärker verbaue, werde ich einen Waagebalken mit zwei getrennten Geberzylindern nutzen. Das MK60(R) ist eines der wenigen Systeme, das über zwei externe Drucksensoren verfügt. Dadurch kann das ABS die Drücke der Vorder- und Hinterachse separat verarbeiten, was eine präzise elektronische Bremskraftverteilung und somit eine echte Waagebalken-Kompatibilität ermöglicht.
Das Steuergerät kann mit drei verschiedenen Firmwareständen bespielt werden: M3, CSL oder Motorsport. Geplant ist die Motorsport-Firmware, da diese für den Einsatz von Slicks optimiert ist, deutlich schnellere Regelintervalle bietet und die mechanische Verstellung der Bremsbalance „on the fly“ voll unterstützt.
Das System arbeitet völlig autark von der ursprünglichen BMW-Bordelektronik, was perfekt zu meinem simplifizierten Ansatz passt. Es benötigt keine externen Signale, um präzise zu regeln. Dennoch ist es voll vernetzt: Über den CAN-Bus liefert das ABS hochauflösende Raddrehzahldaten direkt an meine MaxxECU Race. Das ist die perfekte Basis für sauberes Data-Logging und eine präzise Traktionskontrolle. Der motorsporttaugliche Kabelbaum von MK Rennsporttechnik sorgt dabei für eine saubere Anbindung und passt optisch perfekt zu meinem ästhetischen Anspruch.
Fazit: Der Wechsel auf die stehende Pedalerie ist die Basis für meine ideale Sitzposition – das MK60(R) ist das Gehirn, das dafür sorgt, dass diese mechanische Freiheit nicht zu Lasten der Sicherheit oder Performance geht.







