Geplant war bereits im April 2023 wieder einen Trackday zu fahren, jedoch habe ich mir für den Winter 2022/2023 etwas zu viele Umbauprojekte vorgenommen (Oops! I Did It Again 🙂 ). Aus diesem Grund wurde die Pause etwas länger. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit habe ich beispielsweise die folgenden Umbauten vorgenommen:
- Umbau auf eine elektrohydraulische Servopumpe
- Kupplungshydraulik komplett mit Stahlflexleitung und separaten Bremsflüssigkeits-Reservoir
- Umbau auf eine hydraulische Handbremse (mechanisch betätigt)
- Externer Ölfilter, Thermostat und Ölkühler (Anströmung durch Nieren)
- Kühlerpaket (Wasser- und Ladeluftkühler) schräg verbaut, um Anströmfläche zu vergrössern und Kühlernetze effizienter zu durchströmen (inkl. Luftführung)
- Neue Taktventile und neuer Ladedrucksensor, da ich beim letzten Trackday Ladedruckprobleme hatte
Aufgrund der vielen Modifikationen war ich natürlich wieder dementsprechend nervös und voller Hoffnung, dass das Fahrzeug wunschgemäss funktioniert. Der Trackday organisiert von Coast Racing Motorsportevents war auf den Samstag 26.08.2023 in Anneau Du Rhin geplant. Wie immer war der Trackday top organisiert und es herrschte eine entspannte und kollegiale Stimmung mit vielen netten Leuten und spannenden Benzingesprächen 🙂 vielen herzlichen Dank an Cyrill und Philipp für den super Trackday bei idealen Bedingungen (meist trocken und 21 Grad).
Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle auch an Yves, der mich das Wochenende begleitet und tatkräftig unterstützt hat. Wir sind bereits am Freitag angereist und bis Sonntag geblieben. Neben dem Trackday haben wir auch das wunderschöne Städtchen Colmar genossen.
Den Trackday konnte ich nutzen um das Fahrzeug ausgiebig zu testen. Die elektrohydraulische Servolenkung funktioniert top und ich konnte keine Nachteile gegenüber der originalen Lenkung feststellen.
Das schräg verbaute Kühlerpaket mit der entsprechenden Luftführung hatte auf den ersten Runden auch super funktioniert (90 Grad Wasser und Öl). Jedoch ist mir der Prototyp der Luftführung aus hart PVC nach einigen Runden abgebrochen und weggeflogen. Glücklicherweise entstanden dabei keine Schäden an Dritten! Danach stiegen die Temperaturen aber sofort hoch auf die üblichen „N54-Temperaturen“. Das heisst das Konzept scheint zu funktionieren und ich werde die Luftführung nochmals aus Aluminium oder Carbon nachbauen.
Wie bereits beim letzten Trackday hatte ich jedoch mit Ladedruckproblemen zu kämpfen. Unter 4’500 Umdrehungen war kein Ladedruck vorhanden und entsprechend war in den kurvigen Abschnitten „tote Hose“. Nach Gesprächen mit anderen 135i-Enthusiasten vor Ort konnten wir jedoch das Problem ausfindig machen. Der originale Lüfter verfügt über eine variable Drehzahl, die über ein PWM-Signal der Motorelektronik gesteuert wird. Da ich den originalen Lüfter durch einen Motorsportlüfter ohne PWM-Steuerung ersetzt habe, ist die Motorelektronik der Meinung, dass kein Lüfter verbaut ist. Aufgrund dessen regelt die Motorelektronik den Ladedruck unter 4’500 Umdrehungen komplett weg. Das haben wir beim Kollegen sogleich getestet indem wir den originalen Lüfter ausgebaut haben und siehe da: Genau die gleichen Symptome! Ich konnte das Problem leider nicht vor Ort lösen, aber immerhin weiss ich nun die Ursache. Vielen herzlichen Dank an Holger und Remo für die wertvolle Hilfe! 🙂
Nichtsdestotrotz konnte ich den Trackday in vollen Zügen geniessen und den ganzen Tag ohne weitere technische Probleme fahren. Trotz der fehlenden Leistung war ich in der Lage eine gute Rundenzeit zu fahren. Das zeigt wie viel Potential im Auto steckt! Ich freue mich auf die nächsten Trackdays und bin gespannt wie das Fahrzeug abliefern wird 🙂
Anbei einige Impressionen:







